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»Wir denken nicht in einzelnen Kanälen, sondern in kompletten digitalen Geschäftsmodellen«

Voller Fokus auf die Zukunft – OK hat eine neue Digital-Business-Unit gegründet. Mehr darüber gibt's im Interview mit ihrem Head of, Martin Waage.



Aus eins mach zwei: Oberüber Karger hat seine bisherige große Digital-Unit in zwei neue Abteilungen aufgegliedert, um Digital-Themen noch umfassender zu denken und das Leistungsangebot für unsere Kund:innen zu erweitern. Die Abteilung Digital Development unter Leitung von Sebastian Damm zeichnet für die Programmierung und Weiterentwicklung von Webseiten und anderen Web-Anwendungen verantwortlich. Die Abteilung Digital Business, geleitet von Martin Waage, betrachtet digitale Geschäftsmodelle und Vermarktungsstrategien ganzheitlich und begleitet Kund:innen strategisch. Im Interview erklärt er, was das genau bedeutet, warum Digital Business auch für Mittelständler wichtig ist – und wie man eigentlich einen Friseur digitalisiert.

 

OK: OK hat mit der Digital Business Unit kürzlich eine neue Abteilung ins Leben gerufen. Martin, du leitest die neue Unit. Welche Themen fallen jetzt in den Aufgabenbereich von dir und deinem Team?

 

Martin Waage: Unser Ziel ist es, Unternehmen bei der Skalierung ihres Digitalgeschäfts zu unterstützen. Dabei verwenden wir zwar die Instrumente des klassischen Online-Marketings – von der Suchmaschinenoptimierung über das Suchmaschinenmarketing bis hin zu Social Media, Blogs, Video-Content oder Podcasts – denken aber viel umfassender: nämlich nicht in einzelnen Kanälen, sondern in kompletten digitalen Geschäftsmodellen.

 

Ich gebe gern mal ein Beispiel: Kürzlich war ich als Teilnehmer zu einer Podiumsdiskussion eingeladen, bei der es darum ging, wie man digitale Anteile an Immobilien verkaufen kann. Wenn man so etwas umsetzen möchte, ist es unsere Aufgabe im Digital Business, den Prozess komplett zu durchdenken: Wie funktioniert die Plattform, auf der die Anteile gehandelt werden können? Wie werden die Smart Contracts gestaltet? Welche Anteile bekommen die jeweiligen Stakeholder? Und wie machen wir überhaupt Leute darauf aufmerksam?

 

Wir denken also ganzheitlich-strategisch und gehen dabei sehr strukturiert und datenbasiert vor.

 

OK: Warum ist Digital Business ein so wichtiges Thema, dass es dafür eine eigene Unit bei OK braucht?

 

Martin Waage: OK ist damit einer der Vorreiter am Markt und begeht einen Weg, der anders ist als das klassische Online-Marketing, das viele Agenturen anbieten. Denn dabei wird oft nur ein verhältnismäßig kleiner Teilbereich des großen Ganzen, als das man Digital Business bezeichnen könnte, betrachtet. Es werden zum Beispiel Ads geschaltet oder es wird die Conversion auf der Website optimiert, aber das Zusammenspiel aus beidem wird noch zu wenig betrachtet – und das, was eigentlich davor und danach noch so passiert. Im Ergebnis führt das leider oft zu Frust bei den Kund:innen, denn man hat ja gemeinsam mit der Agentur Zeit und Geld investiert, fragt sich aber am Ende: Was war jetzt eigentlich unser konkretes Ziel, und was haben wir erreicht?

 

Wichtig ist es aus meiner Sicht, dass man weitergeht und versucht, die Kund:innen sowohl auf einer technologischen Basis als auch auf Basis ihres Geschäftsmodells zu verstehen und alles miteinander zu verzahnen. Diese Themen muss man aus meiner Sicht zwingend heute mitdenken, und genau das tun wir bei OK mit der neuen Unit. Wir können dabei auch Tätigkeiten übernehmen, die man vielleicht klassischerweise bei Kund:innen inhouse vermuten würde, die diese aber z. B. aus Ressourcengründen gerade nicht abbilden können, oder weil ihnen noch das nötige Know-how fehlt. Da können wir Kund:innen auch fit machen mit Schulungen und einer sehr engen persönlichen Betreuung.

 

OK: Wenn man den Begriff »Digital Business« hört, denkt man vielleicht erst einmal, dass das nur etwas für größere Unternehmen ist. Warum ist das Thema auch für Mittelständler, kleinere Firmen oder Kultureinrichtungen relevant?

 

Martin Waage: In unseren Bereich fallen Problemstellungen, die meiner Meinung nach jedes Unternehmen und jede Institution, egal welcher Größe, umtreiben. Mir fallen da beispielsweise ein: Personal finden und halten, die Optimierung von Prozessen, Ressourcen und Freiräume für die Mitarbeiter:innen schaffen durch Automatisierungen.

 

Das alles geht auch kleinere Unternehmen etwas an. Ich habe z. B. früher einmal an einem Projekt für einen Friseur mitgearbeitet, der sich digitalisiert hat – und schlussendlich hat dieser ganze Prozess irgendwann dazu geführt, dass er deutlich profitabler geworden ist, früher als geplant sein Unternehmen verkaufen konnte und selbst ein rein digitales Unternehmen gegründet hat. Ein anderes Beispiel, an dem ich beteiligt war, ist eine selbstständige Fitnesstrainerin, für die wir eine App entwickelt haben, mit der sie ihre Buchungen automatisieren konnte. Ihre Kund:innen konnten darüber auf ihren Kalender zugreifen, sich eintragen und so hat sich ihre Woche automatisch gefüllt. Dadurch konnte sie es sich sparen, ihre Kund:innen anzurufen und Termine zu koordinieren, und hat so letztendlich einen ganzen Tag pro Woche gewonnen, an dem sie sich wichtigen Themen widmen konnte.

 

OK: Gibt es im Bereich Digital Business einen Case, den du schon umgesetzt hast oder an dem du gerade dran bist, und auf den du besonders stolz bist?

 

Martin Waage: Wir haben gerade einen sehr spannenden Fall, bei dem wir für ein Unternehmen quasi alle digitalen Prozesse einmal komplett aufsetzen. Das Unternehmen betreibt mehrere Shops, aber aktuell sind die Prozesse größtenteils noch nicht automatisiert, sondern sehr stark manuell ausgerichtet, was viel zeitliche Ressourcen benötigt. Wir durchdenken jetzt alle Workflows im Unternehmen, schauen, was sich automatisieren lässt, aber natürlich auch, wie sich die Verkäufe steigern lassen und wie wir den Sales-Bereich durch das Vorqualifizieren von Leads unterstützen können. Das ist wirklich ein interdisziplinäres Projekt, wo wir viele Fäden miteinander verknüpfen und dabei immer den Überblick behalten müssen.

 

Eine Herausforderung ist es, dass wir für dieses Projekt eine recht sportliche Timeline haben. Wir haben tatsächlich nur sechs Monate Zeit für alles, sind aber bereits sehr gut vorangeschritten und unser Kunde und seine Mitarbeiter:innen arbeiten auch super mit. Für sie ist es ja auch eine Herausforderung, wenn sich so viele Dinge auf einmal verändern.

 

OK: Du bist seit Mitte vergangenen Jahres Teil des OK-Teams. Was ist dein beruflicher Background – welche Tätigkeiten haben dich auf deine neue Rolle als Head of Digital Business vorbereitet?

 

Martin Waage: Man würde es heute vielleicht nicht glauben, aber ich habe meine berufliche Laufbahn bei der Bundeswehr an der Offiziersschule des Heeres in Dresden begonnen und habe dort mit meiner Abteilung SAP eingeführt. Da habe ich das erste Mal einen Bereich digitalisiert und gemerkt, welche Herausforderungen das mit sich bringt, aber auch, wie viel Spaß es mir macht. Nachdem ich die Bundeswehr verlassen habe, habe ich mir die Frage gestellt, in welche Richtung es für mich beruflich nun genau gehen soll, und hatte dann den Wunsch, Journalist zu werden. Parallel zu meinem Studium habe ich in Leipzig bei Deutschlands erstem Podcast-Radio detector.fm gearbeitet und bin über den Journalismus in die Vermarktung, also ins klassische Online-Marketing, reingerutscht.

 

Meine nächste Station nach dem Studium war das Unternehmen Gamestop, für das ich am Aufbau des Online-Shops und von allen Prozessen, die damit zusammenhängen, mitgewirkt habe. Anschließend bin ich dann in die Agentur-Branche gekommen und habe da zunächst in verschiedenen Disziplinen des Online-Marketings gearbeitet, dabei aber gemerkt, dass die Kund:innen selten ganzheitlich digital betrachtet werden. Und genau das will ich jetzt bei OK anders machen – und ganz wichtig: immer kund:innenzentriert. Denn kein:e Kund:in ist wie die andere, jede:r hat seine ganz individuellen Bedürfnisse. Mir ist es ganz wichtig, mich da einfühlen zu können.

 

OK: Welche Ziele verfolgst du jetzt mit deiner Unit – und wo siehst du euch in einem Jahr?

 

Martin Waage: Mein Ziel ist es, dass wir kontinuierlich über das Standard-Marketing hinaus, das wir sehr gut können, einen Schritt weitergehen und unsere Kund:innen wirklich digital weiterentwickeln. Wir wollen sie bei ihrem Wachstum unterstützen, ihnen dabei helfen, mehr Umsatz zu machen, aber auch Freiräume und neue Möglichkeiten für sie schaffen, um sich noch besser zu präsentieren.

 

Ich wünsche mir, dass wir in einem Jahr zahlreiche Kund:innen haben, die wir auf diese umfassende Art und Weise betreuen können und die uns ihr Vertrauen schenken, einen solch grundlegenden Prozess mitzumachen. In einem Jahr möchte ich da auf jeden Fall viele Erfolgsgeschichten erzählen können und würde mich auch sehr freuen, wenn wir durch Empfehlungen immer weitere Kund:innen finden, die Lust auf eine solch ganzheitliche Zusammenarbeit haben.

 

OK: Vielen Dank für das spannende Gespräch! Wir wünschen dir und deiner Unit viel Erfolg und freuen uns über die neuen Mehrwerte, die dadurch für unsere Kund:innen entstehen!

 

PS: OK unterstützt Kund:innen nicht nur bei Digital-Themen, sondern mit unseren weiteren Abteilungen auch bei Strategie, Design, PR und Event. Hier gibt’s all unsere Leistungen im Überblick.

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