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Beworben. Angenommen. Gewachsen.

  • Autorenbild: Elin Dieckmann
    Elin Dieckmann
  • vor 4 Tagen
  • 5 Min. Lesezeit

Wie ich als Modemarketing-Studentin in einer Kommunikationsagentur gelandet bin und warum ein Weg nicht geradlinig sein muss.

Wenn man Modemarketing studiert, denken viele zuerst an Fashion, Models, Laufstege, vielleicht Influencer und Social Media. Demnach wurde ich in den ersten Wochen meines Praktikums bei Oberüber Karger sehr oft gefragt, was mich denn eigentlich in die Agentur gebracht hat. Zurecht – denn auf den ersten Blick scheinen mein Studium und die Arbeit in einer Kommunikationsagentur kein »Perfect Match« zu sein.


Um ehrlich zu sein, war es auch nicht Teil meines Masterplans, irgendwann in der Event-Unit einer Dresdner Agentur zu landen. Aber vielleicht ist genau das der Punkt.


Alles begann im vergangenen Sommer an meiner Hochschule. Ich belegte mehrere Module, die sich intensiv mit Management und Eventstrukturen beschäftigten, darunter Eventmanagement, Brandmanagement, Marketingstrategie und Konzeptentwicklung. Besonders die Verbindung aus strategischem Denken und kreativer Umsetzung hat mich begeistert. Zu verstehen, wie aus einer Idee ein durchdachtes Konzept und schließlich ein reales Erlebnis wird, hat mir gezeigt, dass genau hier meine Interessen zusammenlaufen.


Mir war schnell klar: Mein Praxissemester sollte kein Pflichtprogramm werden, sondern eine echte Lernphase. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Agentur gemacht, die Events plant und realisiert und bin dabei auf die Event-Unit von Oberüber Karger gestoßen.


Dass ich hier viel lernen würde, stand außer Frage. Wie breit gefächert meine Aufgaben am Ende sein würden, hat sich jedoch erst Schritt für Schritt gezeigt.

Was folgt, ist kein klassischer »Praktikumsbericht«, sondern ein ehrlicher Einblick in meinen Alltag bei OK. Für alle, die selbst bald ein Praktikum beginnen, gerade mitten im Studium stecken oder sich fragen, was man in einer Agentur eigentlich wirklich macht – hier kommt ein Blick hinter die Kulissen. Zwischen Eventplanung, Recherche, Pressearbeit und ganz viel Organisation habe ich gelernt, dass Agenturleben weit mehr ist als Meetings und Kaffee holen.




Willkommen im echten Agenturleben

Mein Start bei Oberüber Karger war genau das, was ich wollte: weg von stundenlanger Theorie im Hörsaal und rein in das echte Arbeitsleben. Franziska und Elisabeth aus der PR-Abteilung haben mir meinen Wunsch von den Augen abgelesen und mich in ihr neuestes Projekt einbezogen, bei dem ich richtig Input liefern konnte. Es war die Christmas-Boutique-Eröffnung des Modehauses PAPENBREER in Dresden, von der ich auch heute noch gern erzähle.


Klingt erstmal nach einem Event mit ein paar Gästen und Häppchen. In Wahrheit steckt aber so viel mehr dahinter und es ist nicht mit dem Versenden von ein paar Einladungen getan. Mein Part bestand darin, mich um die Erstellung des Presseverteilers zu kümmern. Das bedeutete für mich: Recherche, Recherche, Recherche. Begonnen mit Journalist:innen, Influencer:innen, Multiplikator:innen und allen, die wichtig für diese Eröffnung sind. Plötzlich merkte ich, dass PR keine Liste mit Kontakten ist. PR ist Beziehungspflege, Timing und ganz viel Fingerspitzengefühl. Und ich war auf einmal mittendrin.


Das große Ganze verstehen

Nach ein paar Wochen verstand ich langsam, wie eine Agentur lebt und wie sie funktioniert. Ich stellte fest, dass es ein Ort ist, an dem unterschiedliche Perspektiven, Ideen und Talente aufeinandertreffen und gemeinsam Projekte entwickeln.


OK teilt sich auf sechs verschiedene Bereiche auf: die PR, Strategie & Beratung, Design, Digital Business und Development sowie »meine« Event-Unit. In einer Agentur arbeitet man nie isoliert. Wie Zahnräder greifen alle Bereiche ineinander. Nur so entsteht am Ende das große Ganze. Was mir dabei besonders im Kopf geblieben ist, war ein weiteres Projekt, an dem ich mitwirken durfte: der Deutsche Karikaturenpreis. Kurz nachdem der Gewinner des vergangenen Jahres bekanntgegeben wurde, erreichten uns einige kritische E-Mails und Briefe. Als Event-Unit waren wir dafür nicht die richtigen Ansprechpartner:innen und genau hier zeigte sich erneut, wie wichtig Teamwork, klare Zuständigkeiten und professionelle Kommunikation sind. Unsere PR-Abteilung übernahm die Beantwortung für uns mit dem nötigen Fingerspitzengefühl.



Organisation lernt man nicht aus dem Lehrbuch

Ein Projekt, das ich zur Weihnachtszeit bearbeiten durfte und welches ich anfangs gnadenlos unterschätzt habe, war die Weihnachtspost. Was nach ein paar Briefen, Glitzer-Umschlägen und Weihnachtszauber klingt, ist in Wahrheit ein mittelgroßes Organisationsprojekt. Kurzzeitig war meine Stimmung mehr in Richtung »Merry Crisis« gekippt, doch mit einer guten Struktur bringt man Ordnung ins Chaos. Und die ist ja bekanntlich das halbe Leben … Aus unterschiedlichen Verteilern musste geprüft werden, wer welche Geschenke und Karten bekommt, welche Personen aus der Agentur unterschreiben sollen und wie das Ganze pünktlich zu Weihnachten bei den Kund:innen ankommt. In keinem Modul meines Studiums wurde mir gezeigt, wie ich mich selbst strukturiere, doch das Wichtigste ist, dass man einfach loslegt. Man muss nicht bereit sein. Man muss nur anfangen. Gerade solche Aufgaben zeigen, wie wichtig Sorgfalt und Struktur sind. Denn auch kleine Details transportieren Markenwirkung. Und genau darum geht es am Ende immer.



Recherche ist mehr als Googeln

Ein großer Teil meines Alltags besteht aus Recherche – und zwar in den unterschiedlichsten Bereichen. Ob es um passende Give-aways für das Militärhistorische Museum geht oder um regionale Produkte und Partner:innen für Projekte wie »In 80 Tagen durch Sachsen« – jede Aufgabe beginnt mit der Frage: Was passt inhaltlich, strategisch und markentechnisch? Dazu kommt die Vorbereitung von Präsentationen für wichtige Pitches. Inhalte müssen strukturiert, Ideen klar formuliert und visuell aufbereitet werden. Ich durfte zusammen mit Diana Rettberg aus der Strategie-Unit eigene Kampagnenansätze für den Verein »Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen« entwickeln, Headlines formulieren und Keywords erarbeiten, die Marken auf den Punkt bringen. Auch bei diesem Projekt hat mich Diana von Beginn an mit ins Boot geholt, sodass ich den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zur finalen Ausarbeitung begleiten durfte. Besonders wertvoll war für mich, dass ich nicht nur im Hintergrund zugearbeitet habe, sondern aktiv mitdenken und mitgestalten konnte. Beim Pitch vor dem Kunden durfte ich ebenfalls unterstützen und sogar meinen eigenen Kampagnenansatz vorstellen, den wir gemeinsam entwickelt hatten.


Dieser Moment hat mir gezeigt, wie viel Vertrauen mir hier entgegengebracht wird und wie schnell aus einer Praktikantin jemand wird, der Verantwortung übernehmen darf. Bei dieser Aufgabe schloss sich für mich der Kreis zu meinem Studium.  Markenverständnis, Zielgruppenanalyse und Storytelling sind keine Theorie geblieben, sondern sind heute Teil meines Arbeitsalltags.



Mein persönliches Highlight: Die Büroeröffnung in Leipzig

Besonders prägend war für mich die Planung des Eröffnungs-Events für das neue OK-Büro in Leipzig. Im Studium hatte ich bereits Events konzipiert, aber hier ging es um ein reales Projekt mit echten Gästen, echten Budgets und echten Erwartungen.


Die Planung begann mit der Besichtigung des Veranstaltungsorts, der Event-Location »LVZ-Kuppel« in unserem Leipziger Bürogebäude. Weiter ging es mit der Frage, welche Atmosphäre wir an diesem Abend schaffen wollen und wie wir unser Büro gut in Szene setzen.  Auch die Auswahl des Caterings, die Abstimmung mit möglichen Acts und die inhaltliche Konzeption des Abends mussten erarbeitet werden. Moderation, musikalische Begleitung, Ablaufplanung – jedes Element musste zur Gesamtwirkung passen.


Ein zentraler Punkt war außerdem das Einladungsmanagement. Wer erhält eine Einladung? Wie wird sie gestaltet? Wann wird sie verschickt? Und wie werden Zu- und Absagen erfasst und nachgehalten? Dazu kamen Fragen wie: Wie gelangen die Gäste zur Location? Wann beginnt das Programm? Wie lange dauern einzelne Programmpunkte? Welche technischen Anforderungen gibt es?

Und spätestens bei der Auswahl der Acts merkt man, wie strategisch Eventplanung ist. Moderator:innen, Bands oder DJs gibt es viele, aber wer passt wirklich zu uns? Wer versteht den Anlass? Wer transportiert die gewünschte Stimmung?


Was ich dabei gelernt habe: Ein Event entsteht nicht an einem Abend. Es entsteht in Wochen voller Planung, Abstimmung und Detailarbeit.



Und was nehme ich mit?

Dass kein Weg exakt so verlaufen muss, wie man ihn sich am Anfang vorstellt. Mein Studium hat mir Werkzeuge gegeben. Mein Praktikum bei Oberüber Karger zeigt mir, wie ich sie anwenden kann.


Vor allem aber habe ich gelernt, dass man nicht alles perfekt planen muss, zumindest außerhalb der Eventplanung. Man muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, Neues auszuprobieren und auch Aufgaben ernst zu nehmen, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken.


Gerade für junge Menschen, die noch am Anfang stehen: Es geht nicht darum, mit Mitte zwanzig schon alles erreicht zu haben. Es geht darum, loszugehen, Erfahrungen zu sammeln und offen zu bleiben. Fähigkeiten sind übertragbar. Wege entwickeln sich. Und manchmal landet man genau dort, wo man gar nicht gesucht hat, aber genau richtig ist.

So wie ich bei Oberüber Karger.




Wenn du ebenfalls Lust hast, uns und unsere Arbeit bei einem Praktikum kennenzulernen: Melde dich einfach.  Wir freuen uns auf dich!

 

 
 
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