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  • AutorenbildJulia Schütze

Talentsuche und Arbeitsmarkt ändern sich – dein Recruiting auch?

»We want you.«, »And we want you, too!« – Zwei Sätze, die die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt gut beschreiben. Der Bedarf von Unternehmen an qualifizierten Fachkräften steigt auch 2023. Bei immer weniger Fachpersonal heißt das: Der »War for Talents« geht in eine neue Runde.

Die Arbeitslosenquote liegt Ende 2022 auf einem Rekordtief. Mit 5,3 Prozent gehen nahezu alle Menschen im erwerbstätigen Alter einer Beschäftigung nach. Eine ausweglose Situation für alle Arbeitgeber:innen, die nach neuen Talenten für ihr Team suchen? Nein, denn fast jede:r dritte Beschäftigte in Deutschland denkt daran, in den kommenden drei bis sechs Monaten den Arbeitsplatz zu wechseln (Quelle: Unternehmensberatung McKensey, 2022).

Oft reichen klassische Stellenanzeigen aber nicht aus, um auf freie Vakanzen hinzuweisen. Wie schaffen es Unternehmen also, als attraktiver Arbeitgeber am Arbeitsmarkt wahrgenommen zu werden? Wie sprechen sie wechselbereite Arbeitnehmende an? Wie finden sie zu Zeiten eines zugespitzten Fachkräftemangels qualifizierte Mitarbeitende, die ins Team passen? Welche Maßnahmen sollten ergriffen werden, um offene Stellen zu kommunizieren? Und was ist Arbeitnehmenden im Jahr 2023 besonders wichtig? Wir gehen diesen Fragen nach und klären auf, worauf es bei der Suche nach Mitarbeitenden ankommt.



🚀 Trends am Arbeitsmarkt 2023: Was bleibt und was kommt?

Was bleibt:

  • 2022 hat uns gezeigt, dass die Themen Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion noch wichtiger geworden sind, da in vielen Unternehmen ein Umdenken begonnen hat, das sich auch in diesem Jahr fortsetzen wird. Das fängt beim Gendern in der Stellenanzeige an, geht aber bis hin zu grundlegenden Veränderungen in der Unternehmenskultur. Ein riesiges Feld mit vielen Möglichkeiten und Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Es lohnt sich, jetzt in das Thema einzusteigen, um einen echten Vorteil im »War for Talents« zu haben und gleichzeitig die eigenen Kolleg:innen mitzunehmen.

  • Ein weiterer Trend, der bleiben wird, ist Remote Work. Die durch Corona neu gewonnene Flexibilität beim Arbeiten möchte kaum einer mehr hergeben. Arbeitgeber:innen sollten ihren Angestellten, wenn möglich, die Möglichkeit bieten, den Arbeitsplatz flexibel zu wählen, sei es mit dem Laptop im Homeoffice oder im Büro. Das steigert die persönliche Zufriedenheit und somit auch die Bindung an das Unternehmen.

  • Mitarbeitende durch gute Arbeitsbedingungen an das Unternehmen zu binden, ist eigentlich kein »Trend« in dem Sinne, gewann aber 2022 weiter an Bedeutung. Was als »Retention first« bezeichnet wird, bleibt auch 2023 im Fokus. Lieber an die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeitenden denken, Optionen aufzeigen und die Attraktivität des Jobs steigern, bevor jemand innerlich die Entscheidung trifft, zu gehen. Denn noch wichtiger als neue Mitarbeitende zu gewinnen, ist es, die vorhandenen zu halten.

Was kommt:

  • Die Gen Z steht an der Schwelle zum Eintritt in die Arbeitswelt. Ein weiterer Grund, Social Media beim Thema Mitarbeitergewinnung 2023 auf der Prioritätenliste ganz nach oben zu heben. Auf TikTok, Instagram, LinkedIn und Co. sind sie sowieso unterwegs. Warum also nicht direkt in die Lebenswelt hinein kommunizieren? Vielleicht weil man Bedenken hat, dass sich die Perspektiven doch zu sehr unterscheiden könnten und die Botschaften nicht bei den richtigen Kandidat:innen ankommen. Eine Befragung zur Arbeitgeberattraktivität aus Sicht der Gen Z ergab jedoch, dass ihnen bei zukünftigen Arbeitgeber:innen sehr ähnliche Dinge wichtig sind, die auch generell gelten: ein gutes Betriebsklima und sozialer Rückhalt im Team. Hinzukommen Aspekte, die sich jede:r Arbeitnehmer:in gleichermaßen wünscht: Anerkennung, Respekt, Wertschätzung sowie die Ausgewogenheit von Freizeit und Beruf und damit einhergehend das richtige Maß an Flexibilität im Arbeitsverhältnis (Hier mehr erfahren!)

Erfahre hier mehr zum Thema: Trends am Arbeitsmarkt

Auf dem TikTok-Account @rodo.hier werden eingefahrene Unternehmensstrukturen rund ums Recruiting wunderbar aufs Korn genommen.


  • In diesem Zusammenhang wird auch das Thema Corporate Influencer:innen in diesem Jahr immer relevanter. Mitarbeitende, Führungspersonal und die Geschäftsleitung werden zu Kommunikator:innen abseits der offiziellen Unternehmenskanäle und geben so einen authentischen, ehrlichen und lockeren Einblick in den Unternehmensalltag.

  • ​Weniger ist mehr. Und zwar in Bezug auf Neubesetzungen. Wo vor Corona noch 20 neue Kolleg:innen eingestellt wurden, ist es 2023 nur noch die Hälfte. Solche Einsparpotenziale müssen Arbeitgeber:innen durch die drohende Rezession zumindest mitdenken, um Kosten zu reduzieren. Für das Recruiting von Unternehmen heißt das: Fehlbesetzungen schlagen in der Finanzplanung noch mehr zu Buche als bisher. Durch die aktuelle Situation des Arbeitsmarktes stehen Arbeitnehmer:innen hingegen in der Pole-Position und können sich entsprechend ihrer Qualifikation frei aussuchen, wo sie arbeiten möchten.

  • ​Green Recruiting - ein Trend, der an das Green Marketing anknüpft und 2023 weiter an Fahrt aufnehmen wird, in direktem Zusammenhang mit dem Zeitgeist der Gen Z. Dabei geht es um weit mehr als sich als Unternehmen den Themen Nachhaltigkeit und Energiesparen zu widmen. Es geht um »grüne Vorteile«, die das Unternehmen bietet, wie etwa die Übernahme von Fahrtkosten bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.


Über all den aufkommenden Recruitingtrends schwebt auch der Verzicht auf Nonsense-Benefits. Gemeint sind vermeintliche »Vorteile« mit denen Unternehmen für sich werben. Oft werden als Unternehmensbenefits kostenloses Wasser, ein Arbeitslaptop oder auch die pünktliche Zahlung des Lohns angegeben. Aber mal ehrlich, das sind keine echten Vorteile, sondern Selbstverständlichkeiten am Arbeitsmarkt. Auch die Nennung des »guten Arbeitsklimas« schreckt vor allem die Gen Z eher ab, denn wie gut kann das Arbeitsklima schon sein, wenn es extra erwähnt werden muss?

Auf dem TikTok-Kanal goodjobs_eu werden Nonsense-Benefits aufgedeckt.



💚 Employer-Branding-Strategie entwickeln

​Wir wollen die Menschen finden, die zum Jobwechsel bereit sind. Und das nicht irgendwie oder ohne Plan, sondern mit einer passenden Strategie, die die Werte und Benefits des Unternehmens betonen. Gerade für die Generation Z ist von großer Bedeutung, dass Marken Haltung zeigen. Stell dir deshalb diese Fragen: Was zeichnet dein Unternehmen aus? Wofür steht es? Welche Werte vertritt die Kollegschaft? Was sind eure »Green Benefits«? Wie kommuniziert ihr auf Social Media?

Wichtig dabei: Jedes Unternehmen muss individuell betrachtet werden, da es nicht den einen richtigen Weg gibt, um Mitarbeitende für sich zu gewinnen. Möglich sind z. B. Recruitingkampagnen mit Social-Media-Ads, Recruitingfilme, interne Stellenausschreibungen oder Out-of-Home-Plakatkampagnen. Immer essenziell: die Wahrnehmung als attraktiver Arbeitgeber, weshalb Recruiting auch nicht erst mit dem Start einer Kampagne beginnt, sondern schon viel früher ansetzt. Nämlich in der Kommunikation des Unternehmens selbst - nach innen und nach außen.



🎬 Recruitingfilm für die Collm Klinik Oschatz

Wie gutes Arbeitgebermarketing gelingen kann, zeigt der Recruitingfilm der COLLM KLINIK OSCHATZ, den wir zusammen mit Sons of Motion Pictures umgesetzt haben. Der Film begeistert Fachkräfte für die Arbeit in der Klinik und gibt einen kleinen Einblick in den Alltag. Aber seht selbst:


Stefan Härtel, Geschäftsführer der COLLM KLINIK OSCHATZ über unsere Zusammenarbeit: »Wer kennt sie nicht, die teilweise nervenden Anrufe von Personalvermittlern, die einem für (viel Geld) einen unendlichen »Bewerberregen« versprechen. Was kommt, ist meistens nicht sehr erfolgversprechend. Genau deshalb haben wir gemeinsam mit Oberüber Karger einen Plan entwickelt, der beginnend mit der kompletten Neuaufstellung unserer Homepage, über Facebook bis hin zu einem zweiminütigen Film exakt erklärt, warum es einfach toll ist in unserer Klinik zu arbeiten. Die Authentizität der Kampagne hat uns mehr als geholfen, unsere vakanten Stellen zu besetzen. Danke dafür an OK.«

​Die Recruitingkampagne für die COLLM KLINIK OSCHATZ ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich auch heute noch im »War for Talents« mit der passenden Strategie qualifizierte Kandidat:innen finden lassen, die das Unternehmen mit seinen Werten, seinem Image und Benefits attraktiv finden und sich daher für ein langfristiges Arbeitsverhältnis entscheiden.


💡 Take-away-Facts für erfolgreiches Recruiting 2023

  1. ​Baue dir eine attraktive Arbeitgebermarke auf, indem du anhand der Werte deines Unternehmens deine Außenwahrnehmung stärkst.

  2. Nimm dir die Recruitingtrends zu Herzen.

  3. Lass dich bei deiner Recruitingkampagne von Expert:innen unterstützen, die dir bei der Wahl der passenden Maßnahmen beratend zur Seite stehen.



Du wünschst dir Unterstützung bei der Suche nach neuen Mitarbeiter:innen? Dann entwerfen wir gern ein individuell für dein Unternehmen zugeschnittenes Recruitingkonzept und setzen die passenden Maßnahmen mit dir um! Jetzt Kontakt aufnehmen!




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